Abteilung 2 (Kl. 7-8)

In der Abteilung 2 wird die Arbeit, die in der Abteilung 1 mit den Jg. 5 und 6 aufgebaut wurde, aufgenommen und sukzessive weiter mit Leben gefüllt. Die besondere Bildung nach dem Prinzip des Kooperativen Lernens und das Bewusstsein für die eigenen Stärken dienen als Basis für die Entwicklung eines harmonischen miteinander Lebens und Lernens in der Schule, aber auch später in der Gesellschaft. Uns geht es also um die Bereitschaft, Verantwortung für sich und für die anderen zu übernehmen, die eigenen Potentiale sinn- und nutzvoll einzusetzen, um zum Einen sich selbst weiterzuentwickeln und zum Anderen denen zu helfen, die Unterstützung benötigen. In unserer Schule werden die Chancen und Möglichkeiten genutzt, die sich aus einer großen Vielfalt ergeben. So möchten wir unsere Schüler und Schülerinnen (SuS) auf ein respektvolles Miteinander und damit auch auf ein friedliches Zusammenleben in einer Welt, die zunehmend vielfältiger wird, vorbereiten. Gleichzeitig werden für unsere SuS die unterschiedlichen schulischen und beruflichen Laufwege derart geebnet, dass sie den jeweils individuell passenden Weg finden und beschreiten können.  
 

Besondere Arbeitsschwerpunkte in der Abteilung 2:

  • Fachleistungsdifferenzierung in den Hauptfächern (D, E, M) und interessenorientierte Fächer (WP und EGS)

Entsprechend der Kompetenzen der jeweiligen SuS und ihrer Interessen und Neigungen versuchen die unterrichtenden Kollegen*innen gemeinsam mit den SuS und ihren Eltern die passende Fachleistungsdifferenzierung sowie dasjenige Wahlpflichtfach als auch dasjenige Ergänzungsfach zu finden, die den Interessen und Neigungen der einzelnen SuS gerecht werden.   

Im Jg. 7 erfolgt zunächst die Fachleistungsdifferenzierung für die Hauptfächer Mathematik und Englisch, d.h. die SuS werden entsprechend ihrer bisher erbrachten Leistung E- (Erweiterungs-) und G- (Grund-) Kursen zugewiesen. Des Weiteren werden die SuS mit ihren Wahlpflichtfächern versorgt; innerhalb dieser WP-Fächer können auch die Sprachen Latein oder Niederländisch gewählt werden, welche insbesondere für diejenigen SuS interessant sind, die später die Oberstufe besuchen möchten, aber auch für sprachaffine SuS. Die WP-Fächer haben als weiteres Hauptfach eine abschlussrelevante Funktion. Daher erfolgt hierzu im Jg. 6 eine ausführliche Beratung der SuS durch die Klassenleitung sowie der Eltern in einem WP-Elterninformationsabend. Außerdem wird in den Laufbahnkonferenzen eine individuell passende Empfehlung für jeden Schüler und jede Schülerin ausgegeben.

Im Jg. 8 findet die Fachleistungsdifferenzierung im Hauptfach Deutsch statt. Außerdem kommen in diesem Jahrgang noch die Ergänzungsfächer hinzu, darunter ist eine weitere Sprache, nämlich Italienisch, wählbar. 

Auch zu den Ergänzungsfächern werden im vorhergehenden Jg 7 sowohl SuS über die Klassenleitung als auch Eltern u.a. in einem Elterninformationsabend mit allen Informationen versorgt, so dass die SuS ihrer Neigung nach eine passende Wahl finden können. 


  • Berufsorientierung für die Anbahnung eines nachhaltigen Übergangs Schule-Berufswelt 

Um unsere SuS bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, arbeiten wir mit unterschiedlichen berufsbezogenen außerschulischen Kooperationspartnern wie z.B. mit der IHK, der Agentur für Arbeit, der DAA etc. derart zusammen, dass die SuS sich ihrer Potentiale bewusst(er) werden. Dabei nimmt das BO-Team um unseren Studien- und Berufswahlkoordinator Herr Lukaszewski eine wichtige Funktion ein. Mit Hilfe der profunden Landesinitiative KAoA (kein Abschluss ohne Anschluss) versucht das Bo-Team mit allen Partnern einen nachhaltigen Übergang von der Schule in die Berufswelt systematisch zu realisieren und damit weitestgehend alle SuS diesbezüglich zu erreichen und mitzunehmen.

Im Jg. 7 finden die Berufsorientierungstage statt, um die SuS im ersten Schritt mit der Berufswelt vertraut zu machen. 

Im Jg. 8 erfolgen dann weitere berufsorientierende Veranstaltungen und Maßnahmen, hier insbesondere die Potentialanalyse und mehrere Berufserkundungstage, von denen einige vom Träger DAA gestützt werden, aber auch andere die Eigeninitiative der SuS fordert, um sie in die Selbstverantwortung zu bringen.


  • Entwicklungsunterstützende Zusammenarbeit in Teamstrukturen 

In den Jg. 7 und 8 finden zwei Mal im Monat im Jahresplan fest verankerte jahrgangsbezogene Teamsitzungen statt, in denen die Kollegen*innen gemeinsam versuchen, insbesondere die Unterrichts- und damit auch die Schulentwicklung voranzutreiben. Der Austausch über Unterricht und Schule, die Erarbeitung, Reflektion und Modifizierung von Konzepten bzw. Projekten, Kollegiale Fallberatungen u.v.m. stehen hier im Mittelpunkt. Es geht hier darum, voneinander zu lernen und miteinander effiziente Arbeitsmöglichkeiten zu finden bzw. zu erarbeiten.

Das Multiprofessionelle Team (MPT) arbeitet hier mit den Kollegen*innen derart zusammen, dass verhaltensauffällige SuS in die Klassengemeinschaft eingebunden und herausfordernde Situationen zufriedenstellend gelöst werden können. Auch hier geht es vornehmlich darum, Strukturen für einen gelingenden Unterricht zu legen, in dem sowohl SuS als auch Lehrkräfte sich wohlfühlen und dazulernen.   

In der Abteilung 2 bietet unser Beratungsteam Beratung in vielerlei Hinsicht an. So wird z.B. über emotional-soziale Belange beraten, aber auch Beratung in lernunterstützenden Belangen angeboten, was sowohl den SuS und ihren Eltern als auch den Kollegen*innen zugutekommt. Unser Beratungsteam besteht aus dem Abteilungsleiter Herr Cicek, der Beratungslehrerin Frau Hippler und dem sozialpädagogischen Fachpersonal Frau Arik-Aydogan und Frau Arslan. 

Die Arbeitsbereiche und Zielsetzungen unseres Berufsorientierungsteam (BO-Team), die ebenfalls im Teamwork zu erfolgreichen Ergebnissen führen, sind weiter oben bereits vorgestellt worden. 


  • Projekte im Rahmen von SuS übernehmen Verantwortung für sich und andere  

Anlässlich des Austauschs in einer Teamsitzung des Jg. 8 zu „best practice“-Beispielen wurde im SJ 2021/22 gemeinsam das Projekt „COO – Chief Of Organisation“ ins Leben gerufen und soll regelmäßig evaluiert und optimiert werden. Aus jeder Klasse des o.g. Jahrgangs wurden zwei prädestinierte SuS zu „COO“ auserkoren, die sich um organisatorische Aufgaben der Klasse selbstverantwortlich kümmern. Im Fokus dieses Projekts stehen Verantwortungsübernahme und Selbstorganisation durch SuS, in Folge dessen sich auch eine gewisse Entlastung für die Klassenleitung einstellt, so dass sie effizienter arbeiten kann. Beispielsweise organisieren „COO“ den Bustransfer zu außerschulischen Veranstaltungen, erinnern an wichtige Termine, unterstützen ihre Mitschüler*innen bei der organisatorischen Vorbereitung auf Klassenarbeiten, etc. So besteht die hauptsächliche Funktion der „COO“ zwar in organisatorischen Dingen, erweitern aber bei der Umsetzung, sprich im Prozess, ihre sozialen Kompetenzen. 

Im Zuge der Kooperation zwischen der Abteilung 1 und 2 wurde ein Konzept für Sozialtraining und Konfliktlösung (Streitschlichtung) erarbeitet.
Im SJ 2021/22 wurden sozialpädagogische Kollegen*innen durch unseren Didaktischen Leiter, Herrn Diesing und dem Abteilungsleiter 2, Herrn Cicek, die beide über entsprechende Qualifizierungen verfügen, ausgebildet, so dass anschließend ausgewählte SuS aus den Jahrgängen 5, 6 und 7 zu „Streitschlichtern“ ausgebildet wurden. Für den jüngeren Jahrgang 5 wird mehr Sozialtraining eingebunden, während der ältere Jahrgang 6 mehr im Bereich der Konfliktlösung geschult wird. Im darauffolgenden SJ 2022/23 dürfen dann die ausgebildeten „Streitschlichter“ ihren Mitschüler*innen in bestimmten Konfliktfällen beistehen und mediatorisch zwischen ihnen vermitteln. Dies soll zunächst unter Anleitung geschehen, um nach und nach mehr Verantwortung zu übergeben. Dieses Projekt ist kleinschrittig und systematisch strukturiert und soll ebenfalls regelmäßig evaluiert werden, um es dann – in Kooperation mit der Abteilung 3 – für höhere Jahrgänge ausbauen zu können. Auch dieses Projekt soll durch die Selbstverantwortung der SuS zur Entlastung beitragen. Es ist in seiner Funktion deutlich an der Herausbildung von sozial-empathischen Kompetenzen orientiert, die die Basis für ein harmonisches und angstfreies Zusammenleben legen, so dass auch das Lernen reibungsloser stattfinden kann.